Courageous Conversations


This week George Floyd was murdered in broad daylight. By police. While being filmed. My heart is hurting deeply for him and his community and for all the other deaths of dark skinned people that weren’t filmed. But you see, it’s not about me and my heart. I’m a white woman. It’s not my time to talk, it’s my time to listen - courageously listen to the experience of BIPOC (Black, Indigenous and People of Colour) and learn how I can support them. Our house has been filled with different BIPOC voices having courageous conversations on podcasts and videos, and after listening we talked with each other, expressing our anger, grief and helplessness to for the last couple of years, more so since George‘s murder again. We talked about systemic racism, yes, the way it shows itself in America, the hunting and killing of black people, the power plays with little black children as young as 6, the constant fear that we in our white family can’t even imagine, Native American women and children going missing, being raped and sterilised without consent...but also about how deeply ingrained racism is here in Germany and where we found racism in ourselves and around us. One of the hardest conversations was around the dinner table last night with our seven year old son, about race and racism, answering his questions. Was it awkward: yes! Was it uncomfortable: yes! Will I continue to talk openly about what is happening on the other side of the world and right here in front of us: yes! My life is dedicated to change that allows ALL of us to be happy and free. And I feel only doing my own work in the background and making sure I address it with my children isn’t enough any longer. I will not be a silent bystander to what is happening. If you are shocked by what happened “over there in America” it’s time to look at your own privilege. A good place to start is Layla F. Saad and her book “me and white supremacy” and see how it relates to where you live. Maybe in your community it’s not the BIPOC, but the immigrants that face racism every day. We are all connected. We are all one. If you truly believe that then we are all hurting and we all have to contribute to our healing. And it all starts with conversations, to learn how we as humanity can do better. So bring courage to your conversations and dare to look at the racism you carry and your privilege!

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George Floyd, ein schwarzer Mann in den USA, wurde diese Woche am helllichten Tag ermordet. Von der Polizei. Vor laufender Kamera. Mein Herz tut weh und ich trauere für ihn und seine Gemeinschaft und auch für all die anderen dunkelhäutigen Menschen, deren Ermordung nicht gefilmt wurde. Aber hier geht es nicht um mich und mein Herz. Ich bin eine weiße Frau. Jetzt und hier ist nicht meine Zeit zu sprechen, sondern ich muss zuhören - mutig sein und wirklich zuhören was weniger privilegierten Menschen erleben und wie ich sie unterstützen kann. Über die letzten Jahre haben wir über Videos verschiedensten mutigen Menschen zugehört die Rassismus jeden Tag erleben. Und danach haben wir uns darüber unterhalten, miteinander unsere Wut, Trauer und Hilflosigkeit geteilt, seit George’s Tod wieder täglich. Wir haben uns über den systemischen Rassismus unterhalten, ja, auch darüber wie er sich in Amerika zeigt, das Jagen und gezielte Töten von dunkelhäutigen Menschen, die Machtspiele der Polizei mit kleinen dunkelhäutigen Kindern(ab 6), die andauernde Angst die wir uns als weiße Familie nicht vorstellen können, die tägliche Verschleppung von Frauen der amerikanischen Ureinwohner, wie sie ohne Bestrafung vergewaltigt werden und im Krankenhaus zur Sterilisation gezwungen werden....aber auch darüber wie tief der Rassismus in unser deutsches System eingebettet ist und wo wir auf Rassismus in uns selbst und direkt um uns herum gestoßen sind. Eine der schwierigsten Gespräche hatten wir gestern Abend beim Abendessen mit unserem ältesten Sohn, der jetzt 7 ist.

War es holprig: ja! War es unangenehm: ja! Werde ich weiterhin darüber reden was passiert- am anderen Ende der Welt und vor unserer Tür: ja! Ich möchte in meinem Leben Veränderungen erreichen die es uns ALLEN erlauben glücklich und frei zu sein. Und nur meine eigene Arbeit im Privaten zu tun und sie mit meinen Kindern zu teilen ist nicht mehr genug. Ich werde nicht stillschweigend daneben stehen und zusehen. Sollte das was “drüben in Amerika” passiert dich überrascht haben ist es an der Zeit dir deine eigenen Privilegien anzuschauen. Ein guter Anfang dafür ist mal bei Alice Hasters reinzuschauen und ihr Buch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“ zu lesen. Vielleicht sind es aber in deiner Gemeinde auch nicht die BIPOC, sondern die Immigranten die jeden Tag dem rassistischem Verhalten ausgesetzt sind. Wir sind alle verbunden. Wir sind alle eins. Wenn du das wirklich glaubst dann haben wir gerade alle Schmerzen und wir müssen alle unseren Beitrag zur Heilung leisten. Und alles fängt bei den Gesprächen an, so dass wir als Menschheit einen besseren Weg finden und lernen ihn zu gehen. Also sei mutig in deinen Gesprächen und traue dich Dir anzuschauen wo du unbewusste Privilegien hast und Rassismus in dir trägst!

© 2016-2020 Annika Suoma Frey
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